Die Wahl eines videofreundlichen Formats hat natürlich einen Hintersinn. Den neben Spielen in 3D erwarten die Hersteller in den nächsten Jahren einen Boom an in 3D produzierten Videos. Nach mehreren vergeblichen Versuchen in der Vergangenheit, die 3D-Technik massentauglich zu machen, soll es diesmal also nun in einer konzertierten Aktion zwischen der Unterhaltungsindustrie und den TFT-Herstellern endlich klappen. LG möchte nach eigenen Angaben mit seinem 3D-Monitor nämlich tatkräftig dazu beitragen, die 3D-Technik zu pushen.
Technisch wiederum setzt LG auf die stereoskopische 3D-Technik, die eine Shutter-Brille benötigt, um dem Auge beziehungsweise genauer dem Gehirn die gewünschte räumliche Tiefenwirkung vorzugaukeln. Dabei werden abwechselnd dem linken und dem rechten Auge unterschiedliche Einzelbilder vorgeführt, während die Shutter-Brille dem vorgegebenen Wechseltakt des Bildschirms synchron folgt und ebenfalls jeweils nur einem Auge ein Bild sichtbar macht. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass die Bildqualität weniger unter der 3D-Technik leidet und auch der Betrachtungswinkel größer ist als etwa bei einem Interlaced-Verfahren, bei dem die 3D-Bilder mit Hilfe eines horizontalen Streifengitters erzeugt werden – eine Technik, die zum Beispiel Hyundai bei seinen 3D-Monitoren W220S und W240S einsetzt.
Wann wir genau mit den ersten Monitoren vom LG-Fließband rechnen dürfen, hat der Hersteller leider nicht bekannt gegeben. Spätestens in der zweiten Hälfte 2010 allerdings sollte es dann soweit sein. Denn zu diesem Zeitpunkt wird der Start des ersten 3D-TV-Programms in Korea erwartet, Japan und die britischen Inseln sollen kurz danach folgen.

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