Als genauso falsch erwiesen sich allerdings auch die Angaben der Hersteller über die Druckgeschwindigkeit der Tintenstrahler – allen voran Epson. Der Stylus Office BX310F erreichte die angepriesenen maximal 38 S/W-Seiten pro Minute nicht einmal annähernd. Im Entwurfsmodus waren es 12 Seiten, bei höchster Qualität 0,6 Seiten (!) und im Normalmodus 6,7 Seiten pro Minute. Im Farbdruck wiederum waren es 1,6 Seiten im Normalmodus, 0,3 Seiten bei höchster Auflösung („Bewerbungen“-Qualität), und bei einem 200-seitigen Text-/Grafik-PDF muss der Anwender über drei Stunden Geduld mitbringen. Doch auch die Werte des OfficeJet Pro 8500 waren nicht nicht viel berauschender: 15/3,5 Seiten (Entwurf/höchste Qualität S/W, 11/2 Seiten (Normalmodus/optimale Qualität Farbe).
Ganz anders hingegen bei einem Laser wie dem Aficio SP C321 SF aus. Er schaffte 16 Seiten S/W und 14,5 Seiten Farbe, egal in welcher Ausgabequalität. Das PDF wiederum war nach 16 Minuten erledigt. Das Fazit liegt auf der Hand: ist im Büro Tempo angesagt, ist ein Laser kaum zu schlagen, zumal dann, wenn auch der papiersparende Duplexdruck gefragt ist. Denn in diesem Fall wird ein Laser kaum langsamer, während sich im Test der OfficeJet nach jedem Seitenwendemanöver etwas Zeit ließ, damit die Tinte trocknen kann.
Dafür wehrten sich die Tintenstrahldrucker erfolgreich gegen das Vorurteil, höhere Tintenkosten zu produzieren. Während nämlich der Ricoh 8,7 Cent pro Normseite verschlingt, sind es beim HP 6,4 Cent, bei Verwendung der XL-Patronen sogar nur 5,5 Cent, und selbst der mit einer Reichweite von 290 Seiten dürftig bestückte Epson liegt mit 7,5 Cent immer noch deutlich unter dem Laser. Dieses Ergebnis gelte nicht nur für die getesteten Modelle, sondern sei sogar symptomatisch. Oft, so „c’t“, sei der Druck mit einem Tintenstrahler günstiger als mit einem Laser – sofern es sich nicht unbedingt um das günstigste Schnäppchen-Modell handelt.
Im vorliegenden Fall biete der OfficeJet Pro 8500 für rund 270 Euro deshalb nicht nur deutlich niedrigere Verbrauchskosten als sein rund die Hälfte günstigerer Kollege von Epson, sondern komme auch mit größeren Aufträgen besser zurecht. Allerdings war die Farbqualität bei Fotos schlechter als die des Stylus Office BX310FN, der übrigens auch als einziger des Trios Fotos in ansprechender Qualität für die Bildbearbeitung einscanne. Der HP lag dafür in der Druckqualität leicht vorn. Erwartungsgemäß wiederum schlug sich der Laser bei Fotos deutlich schlechter – dafür war er aber wieder schneller.
Fazit: 150 Euro sind für den Epson angemessen, wenn in einem „sehr kleinen“ Büro relativ wenig gedruckt, kopiert und gescannt wird. Nimm die Größe und auch der Komfortbedarf zu, rentieren sich die rund 120 Euro Aufpreis für den HP OfficeJet Pro 8500 sehr schnell – wohingegen der mit rund 800 Euro deutlich teurere Ricoh Aficio SP C232 SF nur dann eine wirklich gute Wahl ist, wenn eine ganze Arbeitsgruppe kontinuierlich Zugang zu einem zentralen Multifunktionsdrucker haben muss und Geschwindigkeit eine zentrale Rolle spielt. Nachzulesen ist der Test in der Ausgabe 18/2009 der „c’t“ oder als Komplettdownload für 0,40 Cent. Die Testfazits wiederum sind hier gelistet.

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