8 Audiointerfaces im Test: Vier Empfehlungen

zurück zur Übersicht

Die günstigste der vier Kaufempfehlungen kommt von Infrasonic. Die Vierkanalkarte Quartet dockt am PCI-Bus an und besitzt vier vollwertige Analogkanäle mit Samplingraten von 192 kHz bei 24 Bit. Mit an Bord sind außerdem ein hochohmiger Instrumenteneingang und ein Mikrofoneingang, MIDI In und Out sowie je ein optischer und ein koaxialer Digitalanschluss. Der Digital-/Analog-Wandler erreichte im Test eine reale Dynamik von 105 Dezibel und eine maximale Abweichung von -0,04 Dezibel. Nach Einschätzung der Redaktion wird die preiswerte Karte ihrem Pro-Audio-Anspruch gerecht.

Die zweite Empfehlung ist mit 169 Euro rund 30 Euro teurer als die Infrasonic. Die PCI-Karte Marian Trace Alpha bietet je zwei analoge Ein- und Ausgänge, drei MIDI-Ausgänge, einen entsprechenden Eingang sowie eine SPDIF-Buchse. Auf allen Kanälen werden 192 kHz unterstützt, wobei der integrierte Wandler (AKM 4620) dem der Infrasonic-Karte entspricht. Wer einen Windows-Rechner besitzt, der bekommt „echten Pro-Audio-Sound“ zum günstigen Preis.

Mit 569 Euro (UVP) ist die Layla 3G von Echo Audio schon deutlich teurer. Dafür darf man sich auf eine 19-Zoll-Breakout-Box freuen, die den Wandler und die komplette Analogtechnik beherbergt. Die externe Box schützt die Technik vor Störeinflüssen, außerdem hat man einfachen Zugang zu den acht analogen Ein- und Ausgängen. Zwei dieser Schnittstellen sind als vollwertige Mikrofonverstärker ausgelegt. Mit an Bord sind ferner ein SPDIF-Anschluss, ein MIDI-Port, ein Kopfhöreranschluss und eine ADAT-Schnittstelle. In Sachen Dynamik brachte es die Layla auf 108,1 Dezibel und auf Verzerrungen unter 0,0009 Prozent. Berücksichtigt man außerdem die geringe Linearitätsabweichung von +0,01 bis -0,03 Dezibel, dann reicht es für das 96 kHz-Interface locker zur Oberklasse und damit zur Kaufempfehlung.

Die vierte Kaufempfehlung heimst Lynx mit der L22 ein. Bei dieser für Masteringzwecke ausgelegten Karte stehen zwei analoge Ein- und Ausgänge bereit, auf Kopfhöreranschluss und MIDI-Port hat der Hersteller verzichtet. Anschlussfreude demonstriert die Lynx vor allem mit Blick auf die digitalen Schnittstellen, hier darf man sich auf SPDIF und AES-/EBU freuen. Außerdem wurden ein 32-Kanal-DSP-Mixer und zwei hochwertige Wandler integriert, die es auf Dynamikwerte von 113,8 Dezibel und auf eine Linearität von -0,02 Dezibel bringen. Die Lynx eignet sich für Windows und OS X.

USB und Firewire sind mobil, einfach zu installieren und bei den Herstellern von Audiointerfaces auch deshalb beliebt, weil sie auf Standardkomponenten zurückgreifen können. In Sachen Preis-/Leistung und mit Blick auf die Systemauslastung bei geringen Latenzzeiten sind PCI und PCIe allerdings überlegen. Mit den vier Kaufempfehlungen fährt man im stationären Bereich grundsätzlich besser.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Verwandte Artikel

 
Kommentar schreiben 
Name (Nickname):*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht):*
Website:
Summe von 5 + 10 ?:*
* Pflichtfelder Datenschutzrichtlinie