Mehr Funktionen, aber nicht mehr Qualität: 5 Oberklasse-Multifunktionsdrucker im Test

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„c’t“ kürte auch keinen klaren Testsieger. Weder war einer der Testkandidaten in allen Disziplinen rundum gut, und auch in puncto Verhältnis Verbrauchskosten zu Qualität stach kein Gerät hervor – ganz zu schwiegen von den eigentlich von „c’t“ erwarteten niedrigeren Druckkosten im Vergleich zu Mittelklassemodellen. Letztendlich, so „c’t“, bleibt also nichts anderes übrig, als sich denjenigen unter den fünf Kandidaten herauszusuchen, der in der für den Anwender wichtigsten Disziplin am besten abschneidet.

Anwender, die das Schwergewicht auf Fotodrucke legen, werden vom Epson Stylus Photo PX800FW am besten bedient. Die Qualität der Fotos des Sechs-Farbdruckers liege deutlich über dem der Vierfarb-Geräte, mit Ausnahme der Drucke auf Normalpapier. Auch kopierte Fotos ließen sich vom Original kaum unterscheiden. Die Scans wiederum gerieten dem PX800F farbneutral und scharf. Bei der Druckgeschwindigkeit (PC, Mac) lag das Gerät immer in der Spitzengruppe, leider jedoch nicht bei den Druckkosten. In dieser Disziplin mussten sich allerdings nicht nur er, sondern auch alle anderen Testkandidaten vom Kodak ESP 9 klar geschlagen geben. Der Drucker lieferte mit 6,9 Cent für die ISO-Seite und 10 Cent für das Farbfoto den mit Abstand niedrigsten Verbrauch an Tinte. Nur zum Vergleich: Beim Epson kostet die ISO-Seite 14,7 Cent und das Foto 42,3 Cent. Kein anderer Drucker blieb übrigens bei der ISO-Seite unter 10 Cent und – mit Ausnahme des Canon Pixma MX 860 (17,7 Cent) – bei der Farbseite unter 25 Cent. Das große Manko des ESP 9 sei jedoch der schlechte Scanner sowie Mängel in der Software. Die Druckqualität wiederum beurteilt „c’t“ als „mittelprächtig“.

Mit zum Teil flotten Druckzeiten überzeugte der HP PhotoSmart Premium Fax All-in-One, und auch bei den Tintenkosten lag er im guten Mittelfeld. Der Drucker ist üppig ausgestattet, besitzt zum Beispiel einen Schlitten für CD-/DVD-Drucke, eine Bluetooth-Schnittstelle für den Direktdruck vom Handy sowie eine Duplexeinheit. An Mängeln fielen den Testern vor allem die „HP-typische Krankheiten“ negativ auf, so zum Beispiel die „überschärfte“ Scanner-Software sowie die voreingestellte „Fotover(schlimm)besserung Real Life Technology“. Außerdem zerfetzte der Drucker wiederholt Fotopapiere der Größe 10 x 15 Zentimeter, bot schlechte Scanergebnisse sowie ein unsauberes Schriftbild am Mac/PC bei Normalauflösung. Dafür gefielen die Farbfotos auf Advanced-Papieren sowie die Kopien. Fazit von „c’t“: Der HP biete hoffnungsvolle Ansätze, sei aber wegen der Mängel nicht ausgereift.

Den Lexmark X7675 bezeichnet der Testbericht sogar als „nicht mehr zeitgemäß“ – ein harsches Urteil, für das unter anderem die „exorbitanten“ Druckkosten verantwortlich sind. Aber auch die Qualität der Drucke auf Fotopapier sowie der Textdruck ließen zu wünschen übrig, und die Scan-Optionen sind dürftig. Eher suboptimal war auch die Leistung des A3-Druckers Brother MFC-5890CN, der ausgesprochen günstig ist (rund 220 Euro). Die Druckqualität, so der Testbericht, erfülle die „Wünsche von Anspuchslosen“ (körnige, streifige und fleckige Bilder, grünstichige Fotokopien, blasser Textdruck – um nur ein paar der Mängel zu nennen). In Sachen Texterkennung beim Scannen wiederum war die Erkennungsrate unter Windows schlecht, unter Mac „noch mieser“ (!). Der Canon Pixma MX860 schließlich lieferte schöne Scanergebnisse ab, war beim Fotodruck der Zweitbilligste hinter dem Kodak und lag auch bei der ISO-Seite weit vorne. Dafür entpuppte er sich als behäbiger Arbeiter, wenn es um die Produktion von Fotos und Scans mit hoher dpi-Zahl ging. An der Druckqualität wiederum kritisiert „c’t“ die ein oder andere Unsauberkeit, Unschärfe und Körnung, ohne dass der Drucker ganz durchfiel.

Dies ist nur eine kleiner Ausschnitt aus den Testergebnissen. Ernsthaften Interessenten an einem der fünf Multifunktionsdruckern sei deshalb der Testbericht nachdrücklich ans Herz gelegt, da die positiven und negativen Seiten jedes Drucker ausführlich beschrieben werden. Über diesen (kostenpflichtigen) Link können Sie sich den Testbericht herunterladen. Die Testfazits der Drucker wiederum finden Sie hier.

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