Multifunktionsdrucker auf Monochrom-Laserbasis sind im Preis so deutlich gesunken, dass sie mittlerweile auch für Privatanwender oder kleinere Heimbüros erschwinglich sind. Ihre Vorteile gegenüber den Tintenstrahlern – geringe Wartung, keine eintrocknende Düsen, also längere Haltbarkeit der Toner – machen sie zusätzlich attraktiv. Im Test beweisen alle Geräte außerdem, dass sie in puncto Druckqualität, Tempo und auch Verbrauchskosten eine gute Leistung zeigen und relativ nahe beieinander liegen.
Große Unterschiede hingegen zeigten sich beim Stromverbrauch, vor allem bei den Standby-Kosten. Auf ein Jahr und ein Druckvolumen von 7.200 Seiten berechnet, verbraucht der Xerox Phaser 3100 MFPV/S als teuerstes Modell im Test Strom für 112,94 Euro (Standby) und 5,23 Euro (Ausdrucke). Viel billiger, nämlich rund um den Faktor zehn, geht es mit dem Canon i-Sensys MF4010. Bei ihm fallen lediglich 14,69 Euro (Standby) und 2,12 Euro (Ausdrucke) an. Mitunter aufgrund dieses Unterschiedes wurde der Canon-Drucker von der Redaktion zum Testsieger ernannt, obwohl er in der Druckgeschwindigkeit nicht der Schnellste war (aber immer noch „sehr gut“). Dafür stimmte wieder die Druckqualität, die vor allem beim Text sehr gut war. Nur bei Grafiken und Fotos neigt der Canon zu einer leichten Streifenbildung.
Kompliziert hingegen ist die Anfertigung von Scans und Kopien auf dem Canon-Drucker, da viele manuelle Arbeitsschritte und Mausklicks notwendig sind. Schade, denn das fertige Ergebnis wiederum war dann, so der Testbericht, tadellos. Doch der Canon war kein Einzelfall. Das Scannen machte den Testern auch beim Konica Minolta Pagepro 1380MF „kein Vergnügen“ (so wird etwa lediglich eine Bilddatei in der Zielanwendung Word oder Adobe Reader abgelegt), beim Xerox klappte die Texterkennung zwar gut, erforderte aber ebenfalls viele Arbeitsschritte. Die Scansoftware des HP LaserJet M1120n schließlich konnte ebenfalls nicht überzeugen, da sie lediglich schwarze Testfelder produzierte (mit einer alternativen Scansoftware funktionierte das Scannen übrigens). Kurzum: Mit Ausnahme des LexmarkX203n, dessen Scanfunktion benutzerfreundlich sei, machten alle anderen Drucker Probleme.
Doch es gibt auch noch Erfreuchliches zu berichten, etwa den „aufregend niedrigen Preis“ des HP LaserJet M1120n. Das Gerät verzichtet zwar zum Beispiel auf eine „Scan-to“-Funktion und einen Front-USB-Anschluss, bietet dafür aber einen Netzwerkanschluss, ist also für Arbeitsgruppen geeignet und dazu noch sehr schnell unterwegs: 7,2 Sekunden für den Dr. Grauert-Brief und 10,6 Sekunden für einen Zweiseiter waren Rekord im Test – der Drucker hat sich die Auszeichnung „Preis-Leistungssieger“ buchstäblich mit Leistung erarbeitet. Apropos Preis: Bei den Standby-Kosten liegt der HP mit rund 55 Euro ziemlich exakt in der Mitte zwischen dem Canon- und dem Xerox-Modell.
Die Testfazits geben in kompakter Form Auskunft über die Testergebnisse der fünf Multifunktionsdrucker.

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