Maue Bildqualität: Zwölf Webcams im Test

zurück zur Übersicht

Unscharfe Bilder, dabei noch meistens entweder zu hell oder zu dunkel: Was die Testredakteure von „Computer Bild“ von den Webcam zu sehen bekam, entsprach häufig nicht immer den Erwartungen. Aber auch in puncto Farbtreue ließen viele Kameras zu wünschen übrig, ganz zu schweigen von ihrer nicht immer vorhandenen Fähigkeit, Videos mit maximaler Auflösung ruckelfrei aufzunehmen. Die Bild-, Ton- und Videoqualität reiche zwar für die einfache, anspruchslose Videotelefonie, Grußbotschaften, Schnappschüsse oder den Chat aus. Von der Qualität einer Digitalkamera oder eines Camcorders sind sie jedoch sehr weit entfernt.

Mit der insgesamt gesehen besten Bildqualität schnitt noch die Philips Pro SPC 1330NC ab. Die mit einer maximalen Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixeln arbeitende Webcam bot vor allem die höchste Farbtreue unter allen Testkandidaten und benötigte für eine ausreichende Bildqualität nur ein Umgebungslicht von 20 Lux. Allerdings stellt die Webcam bei maximaler Auflösung keine ruckelfreien Videos her, sondern bietet nur eine Bildwiederholungsrate von 15 Bildern pro Sekunde.

Dies gelingt dafür der auf Platz zwei gelandeten Philips SPC630NC/00, die jedoch nur eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln liefert. Übrigens: Außer ihr schafften nur noch drei weitere Kameras mit 640 x 480 Pixeln die für eine möglichst ruckelfreie Darstellung erforderlichen 30 Bilder/Sekunde: Die Hama Blue Sphere, die Hercules Deluxe Optical Glas sowie die Genius iSlim 330. Unter den Kameras mit höherer Auflösung gelang dies sogar nur der SpeedLink Autofocus Mic Webcam. Allen anderen Webcams war es nicht möglich, mit ihrer jeweiligen maximalen Auflösung mindestens 25 Bilder in der Sekunde zu produzieren.

Doch noch einmal zurück zur Philips SPC630NC/00. Zusammen mit der Logitech Quickcam E3500 lieferte sie auch bei schummrigen 10 Lux noch ein gutes Bild. Wer also öfter im (halb)abgedunkelten Zimmer seiner Chat-Lust frönt, sollte sich die beiden Webcams vormerken. Aber auch die anderen Testkandidaten sind nicht unbedingt auf ausgeleuchtete Räume angewiesen. Mehr als 35 Lux waren bei keiner Kamera für ein gutes Bild notwendig.

Die Preisspanne der von „Computer Bild“ getesteten Webcams ist relativ groß und reicht von 15 bis 75 Euro. Das man nicht unbedingt gleich zum teuren Testsieger greifen muss, demonstrierte im Test die Genius iSlim 330. Sie ist bereits für 15 Euro zu haben, liefert, wie schon erwähnt, ruckelfreie Bilder bei maximaler Auflösung von 640 x 480 Pixeln und eine insgesamt betrachtet befriedigende Live-Bild-Qualität. Schwache Noten erhielt die Kamera allerdings für ihre Fotos.

Keine Webcam – auch dies ein Ergebnis des Tests – erreichte über das integrierte Mikrophon mehr als eine „bescheidene“ Klangqualität. Aber auch hier gilt: Für den normalen Alltagseinsatz ist die Qualität durchaus ausreichend.

Die Testfazits listen die Plus-/Minuspunkte jeder einzelnen der 12 Webcams in kompakter und übersichtlicher Form auf, um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Verwandte Artikel

 
Kommentar schreiben 
Name (Nickname):*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht):*
Website:
Summe von 3 + 7 ?:*
* Pflichtfelder Datenschutzrichtlinie