Acht Internet-Routenplaner im Vergleichstest

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Die Routenplanung am heimischen PC hat den großen Vorteil, dass sie die schiere Größe des Bildschirms ausnutzen kann und man alle Zeit der Welt hat, Fahrstrecke mit Alternativrouten zu und gegebenenfalls sogar empfehlenswerte Stopps und Ausflugsziele an oder abseits der Strecke auszusuchen . Doch dieses Vorhaben gelingt nicht mit allen Internet-Routenplaner gleich gut.

Tatsächlich ist es sogar nur ein Routenplaner, dem die Redaktion das Qualitätsurteil „absolut empfehlenswert“ zuspricht. Der TomTom Routenplaner sei „auf der Höhe der Zeit“, was Bedienung, Streckenvorschläge sowie die Einberechnung von Verkehrsinformationen betrifft – gerade letzteres ist nicht bei allen Routenplanern möglich. Hervorgehoben wird von „Navi Connect“ deswegen neben der übersichtlichen Eingabemaske für die Adressen die Möglichkeit, das genaue Abfahrtsdatum anzugeben. Wochentag und Uhrzeit fließen damit in die – übrigens „sehr zügige“ – Routenberechnung ebenso mit ein wie Verkehrsinformationen. Die berechneten Fahrtzeiten erwiesen sich ebenfalls meistens als sehr realistisch. An Minuspunkten zählt „Navi Connect“ die knappen – allerdings genauen! – Navigationsanweisungen sowie die fehlenden Einstellmöglichkeiten bei den Routenvorschlägen auf – angegeben wird immer nur die „schnellste“ Verbindung.

Der TomTom Routenplaner verzichtet auch auf Luftbilderansichten – neben der Geländedarstellung eine angestammte Domäne von maps.google.de. Das Portal präsentierte sich in puncto Routenberechnung als sehr flott und war teilweise dreimal schneller als die Konkurrenz. Dafür haperte es mit den Fahrzeiten, die manchmal sehr optimistisch waren – hier macht sich bemerkbar, dass Google die Routen nicht für ein bestimmtes Datum beziehungsweise für eine konkrete Uhrzeit berechnen kann. Auch das – durchaus vorhandene – Auswahlfeld für Verkehrsinformationen brachte im Test für deutsche Straßen keine Ergebnisse. Lobenswert findet dagegen „Navi Connect“ die hohe Bedienfreundlichkeit der Eingabemaske, die etwas „karge“, aber „verständliche“ Textbeschreibung der Route sowie die Möglichkeit, sich Wikipedia-Informationen, inklusive Bilder und Videos, zur Strecke anzeigen zu lassen.

Vom Kartenhersteller Navteq stammt das Portal Map24, das als dritter Routenplaner vier Punkte erhielt. Wie bei Google, ist auch hier leider eine Zeitplanung mit Datumseingabe nicht möglich. Dafür punktet das Portal im Gegensatz zu Google und TomTom mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten für die Route selbst. So kann etwa der Intensitätsgrad für die Nutzung von Autobahnen oder die Durchschnittsgeschwindigkeit für verschiedene Straßentypen eingestellt werden. Die ermittelten Strecken erwiesen sich als sehr angemessen, und aktuelle Verkehrsinformationen können ebenfalls abgerufen werden. Weitere Pluspunkte sind die detaillierten Fahrhinweise, die Satelliten- beziehungsweise Hybrid-Darstellung sowie die vielfältigen Möglichkeiten beim Ausdrucken der Karte.

Als einziger Kandidat erhielt der Merian Routen-Planer nur zwei Bewertungspunkte. Er berechnete zwar im Schnitt die Roten am schnellsten, doch die Fahrzeiten waren meistens äußerst „optimistisch“, das heißt: unrealistisch, die Streckenführung „ähnlich seltsam“ und das Eingabefeld „nicht sehr komfortabel“. Der Routenplaner eigne sich deshalb kaum zu mehr als ersten Basis-Informationen. Eher enttäuschend war auch das Abschneiden des Portals Reiseplanung.de. Den vollmundigen Titel konnte das Portal nicht einlösen.

Die Testfazits aller acht Testkandidaten – zu denen noch die Routenplaner von Falk, Klicktel und Yahoo gehörten, finden Sie im Überblick hier.

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