Mittelklasse auf Highend-Preisniveau: Fujitsu Siemens ScenicView P26W-5 Eco

zurück zur Übersicht

Monitore mit IPS-Panel (In Plane Switching) sind relativ rar gesät. Die für ihre hohe Farbtreue und Blickwinkelunabhängigkeit bekannten Panels sind in der Herstellung und daher auch im Verkauf deutlich teurer als Monitore mit einem TN-Panel. Doch für professionelle Bild- und Grafikarbeiten stellen sie nach wie vor die bessere Wahl dar. Fujitsu-Siemens hat das überschaubare Angebot mit einem 26-Zoll-Modell mit der Produktbezeichnung ScenicView P26W-5 Eco bereichert, der mit hohen Erwartungen ins Rennen um die Gunst der Käufer gestartet ist.

Denn die unmittelbaren Konkurrenten des Monitors, der NEC LCD2690WUXi sowie der LG Flatron W2600HP, hatten in früheren Test von „Prad.de“ jeweils sehr gute Noten einfahren können. Dies gelang dem ScenicView P26W-5 Eco jedoch nicht ganz. Der Monitor mit dem überzeugenden optischen Auftreten, seinen vielfältigen ergonomischen Funktionen und einer „hervorragenden“ Verarbeitung patzte ärgerlicherweise ausgerechnet bei der Farbwiedergabe und der Helligkeitsverteilung. So bezeichnet es „Prad.de“ als überhaupt „nicht zufriedenstellend“, dass der Monitor die 15 dunkelsten sowie die sechs hellsten Grüntöne, die dunkelsten 17 und 4 hellsten Rotstufen sowie die 20 dunkelsten Blau-Farbstufen nicht klar genug unterscheidbar voneinander darstellen kann. Auch die Blickwinkelunabhängigkeit ist nicht so perfekt, wie man sie von einem IPS-Panel erwarten kann. Bei seitlicher Betrachtung, so „Prad“, lege der Monitor sogar mit dem leichten Umkippen der Grautöne ins Rötliche eine TN-typische Schwäche an den Tag. Ansonsten präsentierte sich der ScenicView allerdings gewohnt blickwinkelunabhängig.

Zu wünschen, wie Prad es formuliert, lässt der Monitor dagegen bei der Helligkeitsverteilung übrig, und dies insbesondere in „dunkleren Umgebungen“. Die höchste Abweichung zum Mittelwert von 140 cd/m² belief sich am linken unteren Bildrand auf nicht-akzeptable 33 cd/m², also satte 24 Prozent. Zum oberen Bildrand waren es hingegen nur maximal 8 cd/m². Hinzu kommen noch „Lichthöfe in den Ecken“ sowie eine „leichte Lichtwolke“ links unten, der rötliche Schimmer bei seitlicher Betrachtung wurde schon erwähnt. Die Farbraumabdeckung wiederum wurde von „Prad.de“ insgesamt als gut bewertet und lasse weder bei sRGB noch AdobeRGB Wünsche offen.

Der nicht unbedingt für den Spieleeinsatz gedachte ScenicView P26W-5 Eco produzierte außerdem Korona-Effekte, so dass auch hier die Tester dem Monitor „höchstens Mittelmaß“ bescheinigen konnten. Allerdings werden diese im Büroeinsatz natürlich nicht auftreten, weswegen der Monitor nur für „Hardcore“-Spieler unattraktiv wird. Firmen wiederum werden sich mehr für die – im Namen bereits herausgestellten – „Eco“-Qualitäten des Monitors interessieren. Denn besonders der 0 Watt Energiesparmodus im ausgeschalteten Zustand sowie im Standby-Modus unterscheidet ihn von den Modellen der Konkurrenz. Auch im Betrieb zeigte sich der ScenicView P26W-5 Eco mit 76 Watt (bei einer Helligkeit von 230 cd/m²) von einer eher genügsamen Seite.

Ob sich diese Qualitäten allerdings mit den Schwächen in der Helligkeitsverteilung zu einem Nullsummenspiel aufrechnen lassen und der Monitor sich langfristig gesehen trotz des hohen Preises lohnt, ist schwer zu beantworten. Die Note „sehr gut“ wie den beiden Konkurrenten NEC LCD2690WUXi sowie der LG Flatron W2600HP konnte „Prad.de“ dem ScenicView jedoch nicht vergeben, es blieb bei einer „gut“. Und dies ist angesichts der starken Konkurrenz nur eine Gesamt-Leistung auf dem Niveau eines „eher solidem Mittelklasse-Modells“. Zudem kompletten Testbericht, anhand dessen Sie sich ein eigenes Bild machen sowie ein Urteil fällen können, kommen Sie am schnellsten über diesen Link. Das Testfazit für den schnellen Überblick wiederum finden sie hier.

Verwandte Artikel

 
Kommentar schreiben 
Name (Nickname):*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht):*
Website:
Summe von 2 + 10 ?:*
* Pflichtfelder Datenschutzrichtlinie