Knackscharfe Bilder: Sechs Webcams für den optimalen Videochat im Praxistest

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Zwar versprechen die Hersteller auf den Verpackungen ihrer Webcams fulminant hohe Auflösungen von bis zu 8 Megapixeln oder Bildübertragungsraten von bis zu 90 Bildern pro Sekunde. Vieles davon sei jedoch reine „Effekthascherei“, urteilt „PC Praxis“. Die Auflösung zum Beispiel beziehe sich nur auf Fotos, nicht auf Videoaufnahmen, sie werde außerdem meist nur durch eine Vergrößerung durch die Software erreicht, und sagenhafte Bildübertragungsraten leisten die Kameras nur bei niedrigen, briefmarkengroßen Auflösungen.

Dies war auch der Grund für „PC Praxis“, im Praxistest lediglich die Qualität der Videofunktionen der Webcams in der Grundeinstellung, also ohne Software-Unterstützung, zu überprüfen. Die Auflösung wurde auf die durch die von Messenger-Systemen maximal unterstützte Größe von 640 mal 480 Pixeln begrenzt.

„Knackscharfe Bilder“ – der Testbericht von „PC Praxis“ spart nicht mit deutlichem Lob für die Testsiegerin QuickCam Pro 9000 von Logitech. Und dabei ist die Qualität der Bilder nicht auf den Chat bei Tageslicht begrenzt, wo ihre Belichtungsautomatik sehr sensibel auf Schwankungen der Lichtverhältnisse reagiert und das Bild entsprechend abdunkelt/aufhellt. Speziell bei dunkler Umgebung spiele die QuickCam ihre Belichtungsstärken aus und schnitt in diesem Bewertungskriterium am besten ab. Die hohe Bildqualität geht auf das Konto des hochwertigen Zeiss-Objektivs, das zudem mit einem schnell reagierenden Autofokus ausgestattet ist.

Nicht ganz so optimal war die Bildqualität der Microsoft LifeCam Show NX-8000. Doch die Tester zeigten sich trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung der Webcam in allen Lichtsituationen. Das Bild sei sowohl farblich ausgewogen als auch scharf, lediglich ein leichtes Rauschen und der hohe Kontrast fielen ab und an etwas unangenehm auf. Dafür bietet die LifeCam eine sehr gute Audioqualität ohne Nebengeräusche. Ein Extralob verdiente sich die Kamera durch das schöne Design und die originelle Befestigung (wahlweise Cliphalterung für Laptops oder Standfuß für Desktop-PCs, jeweils mit Magnet für das Kameramodul).

Die Genius iSlim 2000AFund die Philips SPC1300NC erreichten nur ein „befriedigend“ für ihre Bildqualität. In der Rangliste setzte sich die Genius jedoch unter anderem aufgrund ihres besseren Preis-Leistungsverhältnisses von der Philips-Webcam ab und rangiert deshalb auf Platz drei. Originell ist an ihr der Schiebemechanismus zum Schutz der Linse vor Staub und Schmutz, „sehr gut durchdacht“ auch die Befestigung. Die Kamera produziert bei Tageslicht gut aufgelöste und farbechte Bilder, unter Kunstlicht sei die Bildqualität „noch sehr ansehnlich“. Kritik gab es dagegen für das kurze Kabel und den etwas zu langsam arbeitenden und relativ lauten Autofokus.

Die Zusammenfassung des Praxistests nimmt nur etwa ein Drittel des Testberichts ein. In den restlichen zwei Dritteln widmet sich „PC Praxis“ allgemein dem Thema Videochat. So erhalten Sie einen sehr informativen Überblick über die verschiedenen Messenger-Systeme, eine kurze Einführung in die Funktionsweise und Installation eines Chats, sowie jede Menge Tipps, zum Beispiel für eine Videokonferenz oder für die optimale Ausleuchtung. Speziell Anfänger finden hier viele hilfreiche Informationen, so dass sich die Anschaffung des Heftes oder die Lektüre des ganzen Artikels für sie auf jeden Fall lohnt. Wer hingegen nur an den Testfazits aller sechs getesteten Webcams interessiert ist, findet diese im Überblick hier.

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